Vertiefung
Trennung ohne Verrat
Intensiv-Format · Nur in Präsenz
Reorganisation wird oft als Fortschritt verkauft — und der Stellenabbau, der dabei geschieht, als Kollateralschaden unter den Tisch gekehrt. Wer den Satz aussprechen muss, trägt zwei Lasten: das Gespräch selbst, und das, was es im Team hinterlässt. Aus Belonging wird Ciao — schneller, als die Sprache mitkommt. Diese Spannung lässt sich nicht wegoptimieren. Sie verlangt eine eigene Haltung: ehrlich, anwesend, ohne in Verrat zu rutschen — weder am anderen, noch an sich selbst.
Worum es geht
Es geht nicht um den Satz. Es geht um das, was danach kommt.
Die meisten Trennungsgespräche werden methodisch geübt: was sage ich, in welcher Reihenfolge, mit welchen Worten. Das ist nicht falsch — aber es ist nicht das Schwerste. Das Schwerste beginnt nach dem Satz: Wenn der andere Mensch im Raum sitzt mit etwas, das nicht mehr rückgängig ist. Wenn das Team am nächsten Tag in der Küche zusammensteht und Sie ansieht. Wenn Sie das vierte Gespräch dieser Art führen und merken, dass Sie innerlich abschalten — der Beginn von etwas, das sich später als Zynismus zeigen wird. In diesem Format trainieren Sie nicht nur, den Satz zu sagen. Sie trainieren, was danach kommt — beim Gegenüber, im Team und in Ihnen selbst.
Was Sie mitnehmen
Vier konkrete Hebel — direkt nach dem Format anwendbar.
Sprache für unmögliche Sätze
Sie üben, klare, würdige Sätze für Trennungsgespräche zu formulieren — ohne Floskeln, ohne Beschönigung, ohne Verstecken hinter Strukturen. Das ist eine eigene sprachliche Disziplin.
Den Raum nach der Nachricht halten
Sie üben, was zu tun ist, wenn das andere passiert — die Stille, der Schock, der Vorwurf, die Tränen. Hier entscheidet sich, ob aus Trennung Verrat wird.
Die Bleibenden ernst nehmen
Sie reflektieren, was im Team passiert, wenn Kolleg:innen gehen — und wie Sie als Führungskraft die Beziehung zu den Bleibenden tragen, ohne sie zu trösten, zu manipulieren oder allein zu lassen.
Sich selbst nicht verlieren
Sie bearbeiten die eigene Verarbeitung: wie Sie diese Gespräche führen können, ohne mit jedem Mal kleiner zu werden, ohne abzustumpfen, ohne zynisch zu werden.
Für wen
Wann dieses Format das richtige ist.
Für Führungskräfte und HR-Verantwortliche, die in Reorganisations-Kontexten Trennungsgespräche führen — und für das einstehen wollen, was sie sagen.
- Operative Führungskräfte, die Trennungsgespräche selbst führen müssen — zum ersten Mal oder wiederholt
- HR Business Partner und Personalverantwortliche, die Führungskräfte in diesen Prozessen begleiten
- Senior Leaders, die Reorganisationen verantworten und mit deren nachhaltigen Wirkungen leben
- Verantwortliche, die spüren, dass Routine in diesen Gesprächen zur eigenen Falle wird
Wer Sie begleitet
Geführt von erfahrenen Trainer:innen. Geübt mit Trainingspartner:innen.
Wir bringen unsere Erfahrungen aus Transformations- und Restrukturierungsphasen mit — und wissen, was solche Gespräche mit allen Beteiligten machen. Praxissimulationen sind das Herzstück dieses Formats.
Alexander Nusselt
Trainer & Konzeption
Executive Sparring Partner und Coach für Führung und Verhaltensänderung. 25+ Jahre Erfahrung in Transformation und Restrukturierung, in der Stellenabbau real war und Menschen real betroffen. Methodische Tiefe holt er aus seiner Arbeit als Heilpraktiker für Psychotherapie.
Name folgt
Co-Trainer:in
Co-Trainer:in im spannungsRAUM®-Netzwerk — mit eigener operativer Erfahrung aus Reorganisations- und Trennungsprozessen. Namentliche Vorstellung folgt.
In den Praxissimulationen kommen erfahrene Trainingspartner:innen aus dem spannungsRAUM®-Pool zum Einsatz — sie übernehmen die Rolle der Betroffenen oder der Bleibenden, mit echter emotionaler Resonanz, ohne Pseudo-Drama. So entsteht ein Raum, in dem Sie wiederholt üben können, was im echten Leben nur einmal passiert.
Termin & Anmeldung
Termine in Vorbereitung.
1.190,– €
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